Blick ins Kräuterbeet Teil X

Schwups… und schon waren es zehn 😀
Wen stelle ich euch heute vor? Den Schnittknoblauch!
Schnittknoblauch hat seinen Namen nicht von ungefähr. Sein Aussehen erinnert einen an Schnittlauch und sein milder Geruch und Geschmack erinnern an Knoblauch. Aber im Gegensatz zu herkömmlichem Knoblauch hinterlässt der Schnittknoblauch keinen fiesen und störenden Geruch nach dem Essen. Weitere Namen von ihm sind „Chinesischer Schnittlauch“ oder auch „Knoblauch-Schnittlauch“.

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Schnittknoblauch ist winterhart und kann daher das ganze Jahr im Gartenbeet bleiben. Allerdings kann er nur vom Frühsommer bis zum Herbst geerntet werden, denn durch den Frost im Winter sterben die oberen Triebe (der Sichtbare Teil über der Erde) ab. Wenn man ihn im Winter in einem Topf kultiviert, dann kann man das Gewürz das ganze Jahr über frisch im Haus ernten und verwenden.

Es sind sowohl die Blätter als auch die Blüten und Knospen essbar. Blühen tut der Schnittknoblauch je nach Sorte in rosa oder weiß und bringt somit eventuell auch etwas Farbe ins Kräuterbeet. Er wird zwischen 25 und 80 cm hoch und ist so wie der normale Schnittlauch sehr pflegeleicht.

In den hiesigen Breitengraden werden drei verschiedene Arten am häufigsten kultiviert. Diese möchte ich euch kurz vorstellen.

  • Die erste Art heißt „Kobold“, diese Art wächst auch in meinem Kräuterbeet. Kobold ist ein kleiner und weißblütiger Schnittknoblauch, der sehr kompakt wächst. Es können an ihm viele Blätter geerntet werden. Sehr beliebt ist er wegen seiner schmackhaften Blüten, welche zwischen August und Oktober geerntet werden können.
  • Dann gibt es die Art „Monstrosum“. Wie der Name es schon irgendwie ableiten lässt, handelt es sich um einen Riesen-Schnittknoblauch welcher bis zu 80cm hoch wird. Bei ihm verwendet man am häufigsten die Blüten, die in der Zeit von Juli bis September auftreten.
  • Und dann gibt es noch die Art „Rosa Schnittknoblauch“. Auch hier verrät der Name schon, was Sache ist. Er trägt rosa Blüten. Seine Blätter sind etwas dicker, als die der anderen Sorten und daher auch saftiger. Außerdem bildet er kleine Zwiebeln, die genauso verzehrbar sind, wie der Rest der Pflanze

Egal für welche Art ihr euch entscheidet, alle benötigen einen sonnigen bis vollsonnigen Standort. Halbschatten wird von ihm manchmal auch akzeptiert, wenn mindestens den halben Tag die Sonne scheint.
Seine liebsten Nachbarn sind ihm Gurke, Tomate, Karotten, Kapuzinerkresse und Erdbeeren. Auf Kriegsfuß geht er, wenn Nebenan Kohl, Bohnen und Erbsen einziehen. Sein Zuhause sollte feucht gehalten werden, aber Staunässe mag er nicht.

Der Schnittknoblauch kann zwischen Juni und Oktober geerntet werden. Es ist ratsam den Schnittknoblauch im Freiland bis Mitte/Ende Oktober ganz abzuernten, da die oberirdischen Blätter beim ersten Frost eh erfrieren und dann nicht mehr verwendet werden können.

Noch ein Hinweis für Katzen- und Hundebesitzer: Schnittknoblauch, Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch ist in größeren Mengen für eure Tiere giftig. Ich wusste das bis heute nicht! Ich werde drauf achten müssen, ob unsere Katzen dran knabbern, wie an Katzengras (ich hoffe mal nicht).

Bis vor kurzem kannte ich Schnittknoblauch noch gar nicht. Dann laß ich beim Schlemmerbalkon vom Zimmerknoblauch (der anscheind nicht winterharte Bruder?) und wollte sowas auch in meinem Beet 😉 Bei uns im örtlichen Baumarkt gab es allerdings nur den Schnittknoblauch, aber da dieser winterhart ist, war mir das eh ganz recht. Ich bin schon auf den Geschmack sehr gespannt.

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16 Antworten zu Blick ins Kräuterbeet Teil X

  1. Pfefferschote schreibt:

    Oh, es gibt drei Sorten? Da muss ich doch gleich mal meine Bestellung raussuchen, welchen ich gesät hatte. 😀
    Danke für Deinen Bericht, wieder was gelernt. 🙂

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  2. kowkla123 schreibt:

    hab mich schlau gemacht, danke, schönes Wochenende, Klaus

    Gefällt 1 Person

  3. AnDi schreibt:

    Toller Bericht liebe Sabrina! Du machst das gut mit dieser Reihe! 🙂
    LG und gute Nacht
    AnDi

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Garten-Planung Teil 3 oder auch Blick ins Kräuterbeet Teil XI | Schöner Leben, schöner Garten

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